08.03.2012 - Gerät schwimmt auf Ponton

Nicht alltägliche Fahrt zum Einsatzort in der Hamburger Speicherstadt

Seit 1991 steht sie unter Denkmalschutz: die Hamburger Speicherstadt. Sie ist der größte auf Eichenpfählen gegründete Lagerhauskomplex der Welt. Ab 1883 als Teilstück des Hamburger Freihafens erbaut, war der erste Abschnitt 1888 fertig. Bei so viel Tradition wird offenkundig: Regelmäßige Instandhaltung ist Pflicht. Aufgabe war, die Fallrohre der Regenrinnen von der Wasserseite aus zu ersetzen. Hier kam das Hamburger Team von Deutschlands größtem Arbeitsbühnenvermieter mateco ins Spiel: Ein Teleskop-Gelenk-Gerät sollte die Monteure in die Höhe bringen.

Die Hamburger Hafen und Logistik AG kam mit der Sanitärfirma F.O. Henneberg zusammen. Die Instandhaltung erfolgte von einem schwimmenden Ponton aus. Doch zuerst musste das mateco-Gerät TG157 verladen werden. In der Versmannstraße nahe der Speicherstadt hob ein Kran die Bühne auf den Ponton, wo sie sicher verzurrt wurde. Ein orangenes Schlepp-Boot brachte den Ponton an den Eingang zur Speicherstadt. ?Von dort aus nützte das Team die Flut und die damit verbundene Strömung?, sagt Sven Fettkenheuer vom mateco-Außendienst. In etwa 1,5 Stunden trieb der Ponton gut 600 m. Währenddessen sicherten die Monteure ihn von Land aus mit Tauen. Stück für Stück näherten sich so die Mitarbeiter dem Einsatzort. Vier Tage verblieb die Maschine auf dem Ponton. ?Das war kein alltäglicher Einsatz, aber alles verlief sicher und effektiv?, fügt Fettkenheuer hinzu.